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Neue Deister Zeitung
vom Samstag, 19. Juni 2010, Seite: 16
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April 2010 |
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Bad Münder
Baustart
zur KGS vielleicht schon im Mai
Bad
Münder (jhr). Die KGS Bad Münder wird zunächst ohne Wärmeversorgung
durch die benachbarte Biogasanlage geplant. Reinhard Müller, Leitender
Baudirektor des Landkreises, stellte jetzt gemeinsam mit den Architekten
des beauftragten Lübecker Büros den Stand der Planungen vor. Er ging
dabei auch auf die energetische Situation ein.
In Bad Münder
waren nach Bekanntwerden der ersten Umbaupläne der
Abraham-Lincoln-Realschule Ideen zur Wärmeversorgung der Schule
diskutiert worden – unter anderem auch die Einbeziehung der benachbarten
Biogas-Anlage oder eines neu zu errichtenden Blockheizkraftwerkes, das
in der ehemaligen Schwimmhalle des Rohmelbades untergebracht im Winter
die Wärme fürs Schulgebäude und im Sommer die Wärme fürs Bad liefern
könnte.
Beide Vorschläge finden in der bisherigen Planung jedoch
keine Berücksichtigung. „Ich habe nach einem ersten Kontakt mit den
Betreibern der Biogasanlage händeringend auf ein Konzept gewartet,
passiert ist nichts“, sagt Müller. Von der Planung eines großen
Blockheizkraftwerkes wurde ebenfalls Abstand genommen – hier spielt der
relativ enge Zeitplan zur Realisierung von Neu- und Umbau der Schule
eine große Rolle, außerdem der Umstand, dass der Energiebedarf für das
Schulgebäude recht gering ausfallen wird.
Der „Bestand“, das
bisherige Realschulgebäude, verfüge über eine relativ moderne
Heizungsanlage, zudem seien Fassade und Fenster gerade energetisch
saniert worden. Auf das im vergangenen Jahr verabschiedete Gesetz über
erneuerbare Energien im Wärmebereich wird mit dem Einbau eines mit Gas
betriebenen Blockheizkraftwerkes mit einer Leistung von 18 Kilowatt
reagiert. Müller informierte in der Sitzung des Kreis-Bauausschusses
über den Kostenrahmen – die Politik stimmte zu, dass er auf 13,2
Millionen Euro festgesetzt werden soll. Darin nicht enthalten sind die
Kosten für die Projektleitung und die Ausstattung der Schule.
Morgen befasst sich der Kreisausschuss mit dem Thema, entscheidet unter
anderem über die Auftragsvergabe für den ersten Bauabschnitt, die
Errichtung des an den Bestand anzuschließenden neuen Baukörpers mit
Mensa, Klassen-, Verwaltungs- und Fachräumen. Mit den Arbeiten soll noch
im Mai begonnen werden – wird nicht Widerspruch gegen die
Auftragsvergabe eingelegt.
In der Vorstellung der
Entwurfsplanung ging Müller auf die Installation einer Videoanlage zum
Schutz vor Gewaltakten ein, außerdem auf die Gestaltung des Busbahnhofs.
Nach der aktuellen Planung ist die Anordnung von vier Bushaltebuchten
auch ohne den zusätzlichen Erwerb eines angrenzenden Grundstücks
möglich, allerdings muss dazu der Parkplatz verlegt werden.
Architekt Markus Kaupert stellte anschließend die vom Büro von Petersen,
Pörksen und Partner entwickelte Entwurfsplanung vor, ging dabei auf die
Anordnung der Räume im Neubau sowie die Veränderungen im Altbau ein.
Herzstück der neuen Schule wird die zweigeschossige Aula, die auch als
Mensa genutzt werden wird. Die Ausschussmitglieder empfahlen die
Zustimmung zum Entwurf.
Artikel vom 19.04.2010 - 08.00 Uhr
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